Mehr Transparenz beim Elektrizitätswerk Obwalden (EWO)

Der Regierungsrat hat am 11. November 2025 Stellung zur Motion von Kantonsrat Patrick Matter (glp) genommen. Die Motion wurde am 11. September 2025 mit 20 Mitunterzeichnenden eingereicht und verlangt die gesetzeskonforme, getrennte Ausweisung der Ergebnisse der Geschäftsfelder – wie sie Art. 4 Abs. 1 EWOG vorschreibt.

 

Warum die Motion notwendig war

Der EWO-Geschäftsbericht weist die Bereiche Produktion, Netz, Handel, Vertrieb und Gebäudetechnik bisher nicht separat aus – trotz klarer gesetzlicher Vorgabe. Das erschwert die Oberaufsicht des Kantonsrats und die Beurteilung der wirtschaftlichen Stärke der einzelnen Sparten.

 

Die Motion stellte deshalb zwei Optionen zur Wahl:

  • Variante 1: gesetzeskonforme Aufschlüsselung;

  • Variante 2: Anpassung des Gesetzes an die heutige Praxis.

Damit wurde klargemacht: Ein öffentliches Unternehmen braucht Transparenz – nicht Interpretationsspielraum.

 

Entscheid des Regierungsrats

Der Regierungsrat beantragt die Annahme der Motion und wählt klar Variante 1.
 
  • Gesetzlicher Auftrag wird umgesetzt: Die Sparergebnisse müssen künftig separat ausgewiesen werden, um eine wirkungsvolle Aufsicht zu ermöglichen;

  • Mehr Einblick für die politischen Gremien: Regierungsrat und Kommission erhalten Zugang zu Einzelabschluss, Überleitung zur Konsolidierung und Betriebsergebnissen pro Sparte – wie es die Ausführungsbestimmungen vorsehen (AB EWOG Art. 7).

  • Umsetzung innert Jahresfrist: Die Anpassung der AB EWOG schafft eine klare und dauerhafte Grundlage.
 
Bedeutung für Kanton und Gemeinden
Als öffentliches Unternehmen muss das EWO nachvollziehbar und transparent berichten. Die neue Aufschlüsselung verbessert:
 
  • die politische Entscheidungsgrundlage,

  • den Blick auf Rentabilität und Investitionsbedarf,

  • die Governance eines zentralen kantonalen Versorgers.
 
Die Motion schafft keine neue Bürokratie – sie sorgt dafür, dass geltendes Recht korrekt angewendet wird.
 

Fazit

Mit diesem Entscheid folgt der Regierungsrat dem klar geäusserten Bedürfnis nach mehr Transparenz und übernimmt das zentrale Anliegen der Motion. Für die glp Obwalden – und Motionär Patrick Matter – ist es ein wichtiger Schritt: Die Eigentümer erhalten künftig die Informationen, die sie für eine verantwortungsvolle Aufsicht benötigen.
 
So wird die Führung des EWO gestärkt, die Governance verbessert und die politische Verantwortung auf eine solide, gesetzeskonforme Grundlage gestellt.